Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert – April 2017

Liebe Allershausenerinnen und Allershausener,

alle Anzeichen weisen darauf hin: der Frühling ist nicht mehr nur im Anmarsch, der Frühling ist schon da! Man sieht es an allen Ecken und Enden, überall sprießt und grünt es, nach den teilweise eisigen Temperaturen der vergangenen Wochen hatten wir jetzt schon bis zu 20 Grad.

Wie sagte schon Wilhelm Busch?
„Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut.“

Ich möchte zwar nicht behaupten, dass es mir so wie den Bäumen im Frühling geht, aber wenn ich mir die diversen Leserbriefe zum Thema „Radweg Jobsterstraße“ so durchlese, wäre es nicht verwunderlich, wenn es einem so erginge.
Belasten mich die Vorwürfe und Behauptungen in den vielen Leserbriefen eines Schreibers aus Kranzberg nicht wirklich, so frage ich mich doch, ob sich ein Leserbriefschreiber aus Allershausen nicht im Vorfeld über die Tagespresse, über die Allershausener Nachrichten, über das Internet oder ganz einfach bei einem Gespräch mit mir diesbezüglich mehr erkundigen hätte sollen/können.
Aber lassen wir das.

Der Haushalt für das Jahr 2017 ist ein neuer Rekordhaushalt!
Ausschlaggebend sind hierfür in erster Linie die eingestellten Investitionsmaßnahmen, die wir heuer durchführen wollen. So sind noch die Restkosten für die Glonnaufweitung, die Kosten für die Anschaffung eines neuen Versorgungsfahrzeugs GW-Logistik für die Feuerwehr Allershausen und für den restlichen DSL-Ausbau enthalten. Ein Hauptausgabeposten ist die Sanierung der Flachdächer der Schule mit der Installation von Photovoltaikanlagen sowie die noch durchzuführenden Brandschutzmaßnahmen und in erster Linie die Erneuerung der gesamten veralteten Elektroinstallation.
Der größte Ausgabeposten ist der veranschlagte Grunderwerb für das beabsichtigte neue Baugebiet „Eggenberger Feld-Süd“.
Leider ist derzeit noch fraglich, ob wir die angestrebte Gesamtfläche tatsächlich realisieren können!
Ebenfalls aufgenommen sind die Aufwendungen für die Umrüstung der gesamten alten Straßenbeleuchtung auf LED.
Auch ist der Kauf eines neuen Laders sowie eines neuen Pritschenwagens für den Bauhof als Ersatz für veraltete Fahrzeuge eingestellt.
Und vieles andere mehr…..

Der Haushaltsentwurf 2017, der wie immer im Vorfeld von unserem Kämmerer, Herrn Manfred Bosch, unserem Geschäftsleiter, Herrn Johann Vachal, und mir im Rohentwurf aufgestellt wurde, ist zunächst vom Finanzausschuss in seiner Sitzung vom 30.01. eingehend vorberaten worden. In dieser Sitzung wurden auch eine ganze Reihe von Anträgen bzw. Wünschen von Vereinen und Institutionen ausgiebig beraten. Die danach gefertigte Niederschrift wurde mit dem Haushaltsentwurf sowie den gesetzlich vorgesehenen Anlagen inklusive Finanzplan den Mitgliedern des Gemeinderats zur Beschlussfassung vorgelegt.
Die gemeindlichen Finanzen auf der Einnahmenseite sind weiterhin positiv. Die Gewerbesteuer wurde etwas niedriger angesetzt, weil die Firma Nagel unsere Gemeinde verlassen und sich in Schweitenkirchen angesiedelt hat. In einer veranschlagten Höhe von 2,8 Mio. € sind die weiteren Prognosen trotzdem gut. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ist weiter ansteigend und wird sich auf über 3,8 Mio. € belaufen. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass wir, wie schon seit vielen Jahren, keine Schlüssel-zuweisungen mehr vom Staat erhalten.
Die Kreisumlage tut uns sehr weh, denn sogar bei einem angenommen und gleich-bleibenden Hebesatz von 47,9 Punkten wird sich aufgrund der guten Steuerkraft der Gemeinde diese auf 3.130.000,- € erhöhen. Das bedeutet, dass unsere gesamten Gewerbesteuereinnahmen von der Kreisumlage „aufgefressen“ werden. Die Gewerbesteuerumlage wurde mit 570.000,- € festgesetzt und das bedeutet ein zusätzliches Minus in der Kasse.
Trotzdem werden wir voraussichtlich eine erfreulich hohe Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt in Höhe von 1.088.000,- € tätigen können.
Zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen müssen allerdings Rücklagen in Höhe von 7,3 Mio. € entnommen werden!
Das Gesamthaushaltsvolumen wird heuer erneut bei einer Rekordhöhe von über 22 Mio. € liegen!

Die diesjährigen Bürgerversammlungen sind vorüber.

Als Hauptproblem in Allershausen wurde wieder das sehr hohe Verkehrsaufkommen angesprochen, genauer gesagt die Südumfahrung bzw. eine nach Ansicht von verschiedenen Anwesenden genau so dringend oder sogar dringendere Nordumfahrung.
Dazu wird das Staatliche Bauamt (ehemals Straßenbauamt) Freising noch in diesem Jahr eine allgemeine Informationsveranstaltung in Allershausen durchführen! Sobald der Termin feststeht, werden wir Sie selbstverständlich informieren und einladen.

Auch das mittlerweile leidige Thema „Radweg Jobsterstraße“ wurde an diesem Abend eingehend diskutiert.

In der Bürgerversammlung in Tünzhausen gab es nahezu keinerlei Probleme, außer einer Grundstücksangelegenheit bzw. einer Zufahrt zu landwirtschaftlichen Flächen.

In Leonhardsbuch war ein Hauptthema die nach Ansicht einiger Anwesenden mangelnde Grabenräumung durch den Bauhof und auch die Probleme im Zusammenhang mit dem „Radweg Jobsterstraße“.

Im voll besetzten Dorfhaus in Aiterbach gab es im Grunde nur Diskussionsbedarf im Zusammenhang mit der seit kurzem praktizierten Geschwindigkeitskontrolle ortsauswärts von Allershausen nach Aiterbach in Höhe der Zufahrt zum gemeindlichen Friedhof und zum Bauhof.

Zum Stand „Betreutes Wohnen“ in Allershausen kann ich Ihnen derzeit leider noch keine neuen bzw. positiven Nachrichten melden.

Zum Abschluss noch eine positive Meldung:
Die von der Gemeinde im vergangenen Winter erstmals installierte Eisbahn fand von allen Seiten einhellige Zustimmung.
Die von meinem Vertreter, 2. Bürgermeister Martin Vaas, initiierte und von unserem Bauhof mit Hilfe der Kollegen aus Neufahrn aufgebaute Eisbahn wurde von Alt und Jung gelobt. Ich glaube, dass dies die erste Maßnahme der Gemeinde ist, bei der keinerlei Kritik erhoben wurde, ja ich bzw. wir erhielten sogar mehrere Dankschreiben und –E-Mails!

Das tut gut!

Ihr

Rupert Popp

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