Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - Juli 2018

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

was ich in der letzten Ausgabe der Allershausener Nachrichten befürchtet hatte, nämlich die negative Entwicklung der Verkehrssituation im Zusammenhang mit der Sanierung unserer Glonnbrücke, ist nach den Pfingstferien eingetreten!
Vor allem der Ortsteil Unterkienberg sowie die Anlieger der als Schleichwege genutzten Mühlbach- und Kienberger Straße werden zur Zeit arg gebeutelt. Die Situation hat sich in erster Linie durch die Rücksichtslosigkeit, ja Frechheit bis zur Unverschämtheit von LKW-Fahrern drastisch verschlimmert. So wurde in Unterkienberg bei einem an der Straße stehenden Gehöft bereits mehrmals sowohl die Dachrinne als auch die Dachpfannen von zu nahe heranfahrenden Lastwägen abgerissen und zerstört. Einige dieser Zeitgenossen machten sich nicht einmal die Mühe, die Eigentümerin zu verständigen, sondern fuhren einfach weiter!
Im Fachjargon nennt man so etwas Fahrerflucht!
Der Gipfel der Unverschämtheit wird jedoch erreicht, wenn von einer Firma, deren Fahrer die Strecke von Unterkienberg nach Aiterbach nach eigener Aussage regelmäßig widerrechtlich (beschränkt auf 3,5 to) benutzt hat, der an der o. a. Dachrinne hängen geblieben ist und sich die Plane aufgeschlitzt hat, die Eigentümerin verklagt wird wegen mangelnder Verkehrssicherungspflicht! Wobei diese bis dato davon gar nichts wusste, da der Schadensverursacher kurz zuvor Fahrerflucht begangen hatte!
Was soll man dazu eigentlich noch sagen?

Ferner wird geklagt, dass vor allem im Bereich Kienberger Straße und Mühlbachstraße durch die ortskundigen „Schleichwege-Kenner“ mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird.
Ich habe deshalb die Verkehrspolizeiinspektion Freising mehrfach aufgefordert, in den beiden Straßen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Mir wurde vom Polizeichef Neuner zugesagt, alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu tun.
Auch habe ich den Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung beauftragt - zumindest in der Zeit der Bauphase der Glonnbrücke - ebenfalls in diesem Bereich verstärkt die Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Ich habe sogar zusätzliche Stunden dafür gebucht.

Ferner habe ich mich auch schon vor vielen Wochen darum bemüht, die Schulwegsicherheit der Kinder, die zu Fuß gehen oder mit den Fahrrad zu Schule fahren, dadurch zu verbessern, dass zumindest bei der Einmündung der von-Sickenhauser-Straße in die Freisinger Straße zusätzlich zur Fußgängerampel (deren Installation sowieso schon ein Kampf für sich war) noch Schulweghelfer zu organisieren. Leider war trotz des Aufrufs nur eine einzige Person bereit, sich für die Zeit der Baumaßnahme an einem Tag mittags als Schulweghelfer zur Verfügung zu stellen! Das Ganze hätte aber nur dann Sinn gemacht, wenn wir alle Zeiten hätten abdecken können.

Ich weise zum wiederholten Male darauf hin, dass für die Situation weder die Gemeinde, noch das Landratsamt Freising, sondern ausschließlich das Staatliche Bauamt verantwortlich ist!

Der diesjährige Fronleichnamstag am 31. Mai begann mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, warmen Temperaturen, einem feierlichen Gottesdienst und anschließender Prozession, ging dann über in ein fröhliches Pfarrfest - und endete mit Donner und Hagel!
In unserer Gemeinde war in erster Linie davon der Ortsteil Leonhardsbuch betroffen, wo sich durch die Menge und Dauer des Hagels die Ortstraße – ohne zu übertreiben – kurzfristig in einen reißenden Gebirgsbach verwandelte!
Mein Dank hierbei geht an die Ortsteilfeuerwehr von Leonhardsbuch und die Freiwillige Feuerwehr Allershausen für ihren Einsatz.
Leider gab es auch hier Ärger mit Autofahrern, die ohne Rücksicht auf die Einsatzkräfte und trotz Sperrung der Straße unbedingt diese weiter benutzen wollten.
Damit nicht genug: Eine knappe Woche darauf (6. Juni) gab es erneut einen heftigen Niederschlag, der diesmal allerdings die gesamte Gemeinde betraf.
Und schon kamen von zwei Gewerbetreibenden die Vorwürfe, dass die Gemeinde die vergangenen Jahre bzw. Regenereignisse ungenutzt verstreichen ließ und nichts zur Verbesserung der Gesamtsituation getan hätte!
Dazu zwei Anmerkungen: Zum einen haben wir schon vor einigen Jahren mit einem sehr hohen Kostenaufwand im Bereich der Kammerfeldstraße deutliche Verbesserungen durch eine größere Verrohrung und Absetzbecken erzielt.
Zum anderen haben genau die beiden betroffenen Beschwerdeführer bis dato nichts zu ihrer eigenen Sicherheit bzw. Absicherung ihrer Grundstücke getan!
Nach allgemeiner Auffassung handelt es sich bei diesen beiden Ereignissen nicht nur um einen Starkregen, sondern um landläufig richtige Unwetter!

Dazu sagt das kommunale Starkregenrisikomanagement hinsichtlich der Verantwortlichkeiten: „Entsprechend § 72 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) handelt es sich auch bei Überflutungen infolge Starkregen um Hochwasser. Überflutungen infolge Starkregen fallen somit auch unter die nach § 5 Abs. 2 WHG allgemeinen Sorgfaltspflichten. Das heißt, jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminimierung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen. Diese Pflicht betrifft „Jedermann“, d.h. alle natürlichen Personen, insbesondere die Grundstückseigentümer, und juristischen Personen wie Gewerbebetriebe oder öffentliche Einrichtungen.“

Damit möchte ich es mit den Hiobsbotschaften bewenden lassen und wünsche Ihnen allen und Ihren Familienangehörigen einen wunderschönen Sommer, einen herrlichen und erholsamen Urlaub, einfach eine gute Zeit!

Ihr

Rupert Popp

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