Liebe Allershausenerinnen, liebe Allershausener,
dieses Mal möchte ich mit Lob beginnen!
Als Erstes möchte ich mich bei der gesamten, ehrenamtlichen Vorstandschaft der Volkshochschule Allershausen, hier insbesondere beim ersten Vorstand Konrad Ranhart, und der vhs-Leiterin, Angelika Muth, für ihr Engagement im Dienste und zum Vorteil der interessierten Bürger sowie für ihre von der Allgemeinheit weitgehend unbemerkten Hintergrundarbeit ganz herzlich bedanken!
Sie wurden deshalb bei der Jahreshauptversammlung am 20. Mai jeweils einstimmig wieder in ihren Ämtern bestätigt.
Ihr leistet gute Arbeit! Macht weiter so!
Ebenso danke ich auch allen Mitgliedern der Bürgerinitiative gegen die 3. Start- und Landebahn am Flughafen! Auch sie setzen sich für die Interessen, die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitbürger ein, wenn es auch nicht von allen so gesehen wird.
Noch einmal in aller Deutlichkeit: Der Einsatz der BI geht gegen die auch in meinen Augen völlig unnötige 3. Start- und Landebahn am Flughafen und nicht gegen den Flughafen an sich!
Ich bewundere Eure Hartnäckigkeit in der Sache! Bitte lasst nicht locker!
Weiter möchte ich mich bedanken bei den Mitgliedern der KAB, allen voran beim ehemaligen Vorsitzenden Xaver Schöttl! Dieser hatte sich intensiv für die Renovierung des Feldkreuzes beim Sportgelände „Am Amperknie“ eingesetzt. Ebenso gilt mein Dank selbstverständlich auch den von ihm rekrutierten Mitstreitern Heinrich Löw, Josef Kortus sen. und Franz Dinkel für den Blumenschmuck!
Der evangelische Posaunenchor Oberallershausen feierte am 13. Juni sein 50-jähriges Jubiläum.
Ich darf hier die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Mitgliedern des Posaunenchors, der das gesamte musikalische Kulturleben in Allershausen seit eben 50 Jahren sehr bereichert, zu bedanken und zum „50-jährigen“ zu beglückwünschen!
Ich wünsche Euch immer genug Luft in den Lungen!
Unser ehemaliger Pfarrer Manfred Hoska feierte am Sonntag, 4. Juli, in unserer Pfarrkirche St. Josef sein „goldenes“ Priesterjubiläum! Er ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, den Festgottesdienst in gewohnter Manier selbst zu zelebrieren. Im Anschluss daran wurde das Ereignis in dem extra dafür aufgestellten Festzelt auf dem Kirchplatz gebührend gefeiert. Die unvermeidlichen Ansprachen trafen genau das Wesen unseres ehemaligen Pfarrers, waren launig, witzig und vor allem kurz!
Ich wünsche unserem ehemaligen Pfarrer Manfred Hoska für die Zukunft Zufriedenheit und Gesundheit!
Der „Volksentscheid zum Nichtraucherschutz“ fand ebenfalls am 04. Juli statt. Die Mehrheit hat für einen besseren Nichtraucherschutz demokratisch abgestimmt. Auch wenn die Wahlbeteiligung relativ niedrig war, so war es ein sehr deutliches Votum gegen den „blauen Dunst“. In wie weit das in den jeweiligen Lokalen, Festzelten und dergleichen in naher Zukunft durchsetzbar sein wird, bleibt abzuwarten. Den „Schwarzen Peter“ hat man auf jeden Fall auf die Wirte und Betreiber abgewälzt. Meines Erachtens wäre eine eindeutige politische Entscheidung wesentlich besser gewesen.
Nun zu den unerfreulicheren Dingen:
Die Parteifreien Wähler haben seit vielen Jahren an den vier Volksfestabenden einen Shuttlebus betrieben, der den Nutzern ein sicheres Heimkommen in dieser Zeit gewährleistete. Bisher war das auch immer ziemlich leicht zu handhaben. Ein kurzer schriftlicher Antrag über den Gemeinderat an das Landratsamt Freising genügte in der Regel. Der Bus war selbstverständlich für die Nutzer kostenlos.
Wir leben aber nicht nur im „Euro-Land“, sondern auch in der Bundesrepublik Deutschland und vor allem auch im Freistaat Bayern! Das bedeutet, trotz aller gegenteiligen Beteuerungen und Absichtserklärungen, Regulierungswut und „St. Bürokratius“. Nach dem im Landkreis Pfaffenhofen eine Anfrage an des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie in Sachen Genehmigungspflicht von Volksfest-Fahrdiensten mit Pkw gerichtet wurde und die Antwort daraufhin - in aller Kürze – lautete, dass „alle Verkehre, die geschäftsmäßig betrieben werden, unabhängig von der Höhe des vereinnahmten Entgelts, .... genehmigungspflichtig“ sind. „Davon werden auch Bürgerbusses erfasst, die durch Vereine mit ehrenamtlichen Fahrten durchgeführt werden“.
Die Übersetzung dieses im Original noch viel längeren „amtsdeutschen“ Schreibens beinhaltet letztendlich, dass Fahrer, die künftig diesen Volksfestbus steuern wollen, einerseits einen extra „Führerschein“ dafür machen und sich sodann noch einem medizinisch psychologischen Test unterziehen müssen. Kosten hierfür rund 200 bis 250 €!
Das lehnen wir – unabhängig von den Kosten – ab!
Nicht einmal die Fahrer von den Johanniter-Unfall-Hilfe-Fahrdiensten dürfen diese Fahrten nach dieser Richtlinie übernehmen!
Der Volksfestbus ist deshalb vermutlich bis auf Weiteres „gestorben“!
Zum Abschluss noch zu einer weiteren, äußerst unerfreulichen Angelegenheit:
Wie aus einer kürzlich übermittelten Projektinformation der Autobahndirektion Südbayern zu entnehmen war, wurde zwar ein lärmmindernder Fahrbahnbelag eingebaut, der eine Lärmminderung von mindestens – 4dB(A) bringen soll, aber kein sogenannter „offenporiger Asphalt“, der eine noch etwas stärkere Lärmminderung bringen würde. Was in meinen Augen schlimmer ist, der ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2010 geplante Bau des Abschnittes III Nord von Fürholzen bis hinter Allershausen – Fahrtrichtung Nürnberg – muss aufgrund der aktuell angespannten Haushaltssituation verschoben werden. Über den Zeitpunkt des Weiterbaus wurde noch nicht entschieden.
Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang die Frage, wie die Autobahndirektion den Nachbargemeinden Schweitenkirchen und Paunzhausen eine Zusage machen kann, dass, sofern diese den Grunderwerb durchführen, Lärmschutzwälle entlang den betroffenen Bereichen an der Autobahn gebaut würden, wenn nicht einmal die bereits geplanten Maßnahmen aus finanziellen Gründen durchgeführt werden?
Wie kann man hier, wie der Presse zu entnehmen war, politisch von einem „Durchbruch“ sprechen, wenn durch die zu erwartenden Grunderwerbsprobleme den Gemeinden der „Schwarze Peter“ zugeschoben wird. Meines Erachtens handelt es sich bei dieser Zusage um eine „Augenwischerei“, mit der bei den betroffenen Bürgern Hoffnungen geweckt werden, die nicht erfüllt werden (können)!
Ich habe deshalb einen geharnischten Brief an die Autobahndirektion geschrieben mit dem Inhalt, dass wir mit diesem Baustop absolut nicht einverstanden sind und der Forderung, dass die vorgesehene Baumaßnahme heuer noch zu Ende geführt wird!
Ich bin gespannt auf die Antwort!
Ihr
Rupert Popp







