Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - September 2019

Liebe Allershausenerinnen und Allershausener,

„Es war so heiß, dass die Bäume den Hunden nachliefen.“

Dieses Zitat von Curt Goetz hat – zumindest an einigen Tagen – voll zugetroffen.

Der 24. Juli war der heißeste Tag in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Vier Jahre lang hielt das bayerische Kitzingen mit 40,3°C den deutschen Hitzerekord. Doch der wurde in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen mit 40,5°C gebrochen!

Das spürte man auch auf unserem Festplatz auf dem diesjährigen Volksfest. Es war wieder ein voller Erfolg, jedoch durch die Hitze, vor allem am Eröffnungstag und am Freitag, wurden doch einige davon abgehalten, das Volksfest zu besuchen.
Für die Bedienungen im Festzelt und vor allem für die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer im Küchenzelt war es diesmal ein äußerst schweißtreibender „Knochenjob“.
Auch der traditionelle Seniorennachmittag wurde von den hohen Temperaturen beeinträchtigt, denn von den 596 geladenen Senioren waren „nur“ 295 im Festzelt anwesend.
In dem Zusammenhang erlaube ich mir, den Mitgliedern des Arbeitskreises „Seniorennachmittag“ für die Organisation ein herzliches Dankeschön auszusprechen!
Unser Pfarrer Hermann Schlicker bestand heuer seine Volksfest-Feuertaufe:
Er durfte/musste die Allershausener Blasmusik dirigieren und bestand diesen Test mit Bravour!
Alles in allem war es wieder ein schönes, fröhliches, familiäres Volksfest!

Die Realisierung einer Aussegnungshalle am gemeindlichen Friedhof wird immer konkreter. So haben wir in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause die Aufträge für die Tragwerksplanung, für die Brandschutzplanung und der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärplanung erteilt.

Auch die Realisierung unseres Neubaugebietes „Eggenberger Feld Süd“ schreitet zügig voran.
So wurden in der gleichen Sitzung die Aufträge zur Verlegung der Wasserleitung und der Errichtung der Straßenbeleuchtung vergeben. Sehr erfreulich dabei ist, dass die Kostenberechnung für die Wasserleitung – wenn auch nur geringfügig – durch das Angebot unterschritten wurde. Die Kosten für die Straßenbeleuchtung mit rund 155.000 Euro brutto lt. Angebot lagen dagegen sehr deutlich unter der Schätzsumme von knapp 190.000 Euro!

Ein sehr großer Wermutstropfen ist allerdings bei all dem zu verzeichnen:
Wir, d.h. die WSN, die Wärme- und Stromnahwärmeversorgungsgesellschaft Allershausen, haben auf unserer Gesellschafterversammlung am 19. Juli 2019 beschlossen, das Projekt „Kaltes Nahwärmenetz Eggenberger Feld Süd“ nicht weiter zu verfolgen. Der erhoffte und angestrebte Vorteil für die künftigen Eigentümer ist durch den deutlichen Anstieg der zu erwartenden Kosten des Projektes nicht mehr gegeben.
In einem ersten Schritt hatten wir uns bereits im Frühjahr von dem komplexen System nach der Machbarkeitsstudie für „Wärmenetzsysteme 4.0“ verabschiedet. Das der Studie zugrunde gelegte „Arealnetz“ war rechtlich in dem geplanten Baugebiet nicht umsetzbar. Damit war ein wirtschaftlicher Betrieb des Konzeptes nicht mehr gegeben. Weiter stellte sich heraus, dass die Kosten für den Betrieb der Hackschnitzelheizung deutlich höher ausgefallen wären, als ursprünglich angenommen.
In den letzten Wochen haben dann verschiedene weitere Gründe zum Beschluss geführt, das aus der Machbarkeitsstudie noch verbliebene Projekt „Kalte Nahwärme“ nicht weiter zu verfolgen. Einmal wären die Kosten des reinen Verteilnetzes im Baugebiet zweimal um ca. 50 %, also insgesamt um 100 %, gegenüber den ursprünglichen Annahmen gestiegen. Das hätte allein das Verteilnetz um eine viertel Million Euro verteuert.
Auch der von der Kreditanstalt für Wiederaufbau erwartete Kredit in Höhe von 110.000 Euro wäre nicht ausbezahlt worden.
Zudem wäre der für das Projekt notwendige Erdkollektor eher teurer als günstiger gegenüber der Kostenannahme in der Wirtschaftlichkeitsberechnung geworden.
Des Weiteren hätte es erhebliche Probleme beim notwendigen Grunderwerb gegeben, um die Zuleitung von der Kollektorfläche in das Baugebiet sowie die Errichtung eines Maschinenhauses zu realisieren.

Alles in allem hat das nun dazu geführt, dass wir das Projekt „begraben“ haben.
Alle Beteiligten, die Gesellschafter, die Mitarbeiter in der Verwaltung und auch meine Wenigkeit haben in vielen Sitzungen, Treffen und Versammlungen sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt.
Es wäre ein sogenanntes „Leuchtturmprojekt“ in ganz Deutschland gewesen.
Es hat nicht sollen sein!

Erfreulich bei all dem ist jedoch, dass wir mit den Erschließungsarbeiten im „Eggenberger Feld Süd“ voll im Zeitplan liegen.
Nach jetzigem Kenntnisstand kann bis zum Ende des Jahres der ausführliche Bewerbungsbogen an die Grundstücksinteressenten versandt werden. Nach erfolgter Auswertung und Beschlussfassung im Gemeinderat kann man damit rechnen, mit den ersten Grundstücksverkäufen im Frühjahr 2020 zu beginnen.

Ich hoffe, Sie hatten einen erholsamen Urlaub, die Schüler eine abwechslungsreiche und tolle Ferienzeit, einfach einen schönen Sommer, so dass wir alle zusammen den Rest des Jahres gestärkt und zuversichtlich in Angriff nehmen können!

Soweit für dieses Mal,

Ihr

Rupert Popp

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