Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - Oktober 2019

Liebe Allershausenerinnen und Allershausener,

am Montag, den 16. September, begannen an der Anschlussstelle Allershausen die Arbeiten für den Aufbau einer Behelfsbrücke über die Autobahn. Durch die Baustellenverkehrsführung wird der Verkehr auf der querenden Staatsstraße
im Bereich der bestehenden Autobahnbrücke nach Norden gerückt, um im Süden Platz für den Bau einer Behelfsbrücke zu schaffen.
Mittlerweile wurde südlich der bestehenden alten Brücke mit den Bauarbeiten für eine Behelfsbrücke begonnen, die im Frühjahr abgeschlossen werden sollen und auf die der Verkehr der Staatsstraße dann umgelegt wird.
Witterungsbedingte Verschiebungen können nicht ausgeschlossen werden. Für die auftretende Beeinträchtigung bittet die Autobahndirektion die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
Und das war auch dringend notwendig, denn bereits am 20. September herrschte in und im weiten Umfeld rund um Allershausen ein Verkehrschaos ersten Ranges.
Auf der A9 in Richtung München war zwischen Schweitenkirchen und Allershausen ein schwerer Verkehrsunfall passiert und die Autobahn wurde deshalb für mehrere Stunden total gesperrt.
Der gesamte Berufsverkehr in den Morgenstunden wurde dann ausgeleitet und die meisten Verkehrsteilnehmer, darunter natürlich auch ein erheblicher Anteil an Schwerverkehr, „landete“ letztendlich wieder in Allershausen.
Über mehrere Stunden „ging nichts mehr“! Erst im Laufe des Mittags entspannte sich die Situation wieder.

Der Ersatzneubau der Brücke ist laut Auskunft der Autobahndirekt notwendig, weil die bestehende Brücke altersbeding erhebliche Mängel aufweist und die Instandsetzung nicht mehr wirtschaftlich ist.
Die Arbeiten für die neue Brücke sollen bis Ende des Jahres 2020 abgeschlossen werden. Die Behelfsbrücke soll mit zwei Fahrspuren errichtet werden, die einen Begegnungsverkehr ermöglicht,
allerdings verbunden mit einer Ampelregelung, um die jeweiligen Zu- und Abfahrten auf der Autobahn zu gewährleisten.

Ich lasse mich überraschen, ob die Bauarbeiten in dem vorgesehenen Zeitplan auch durchgeführt werden (können).

Die mit hohen finanziellen Aufwand und mit mancherlei Widrigkeiten für die Schule, sprich Rektor Riedel und seinem Lehrerkollegium, verbundene Sanierung der Elektroanlagen und des Brandschutzes sind mittlerweile abgeschlossen.
Allerdings sind noch eine ganze Reihe von kleineren Mängeln zu beheben.
Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern sind inzwischen im Betrieb genommen. Als Letztes bleibt jetzt noch der Umbau der Heizungssteuerung.
Der Umbau betrifft zwei Bereiche, nämlich die beiden defekten Schaltzentralen in den Heizräumen sowie die Umstellung der vorhandenen Steuerungssoftware auf das aktuellste System.
Ziele des Umbaus sind die Sicherstellung der Heizenergie in allen Gebäudeteilen, die intelligente Steuerung engerieeffizienter Umwälzpumpen soll ermöglicht werden
und die Steuerung und Überwachung des ganzen Heizsystem durch den Hausmeister soll von einem zentralen Rechner aus möglich werden.
Die Arbeiten wurden beschränkt ausgeschrieben und der Auftrag wurde letztendlich zu einem Preis von knapp 50.000,- € an die Firma Siemens aus Pfaffenhofen vergeben.

In der gleichen Sitzung des Gemeinderats wurde nunmehr auch endlich der Ausbau der Gehwege an der Amperstraße und Hauptstraße in Tünzhausen auf Antrag der Parteifreien Wähler beschlossen.
Allerdings war man sich zu dem Zeitpunkt noch nicht schlüssig, ob die Befestigung der Gehwege in Form von Asphalt oder Pflaster erfolgen soll.
In der letzten Sitzung des Gemeinderats am 8. Oktober wurde nunmehr letztendlich die Variante Pflaster festgelegt. Kosten hierfür rund 130.000,- €.

In der September Sitzung stellte sich das Gemeinderatsmitglied Nina Huber offiziell als hauptamtliche Regionalmangerin des ILE-Kulturraum Ampertal unserem Gemeinderat vor. Frau Huber gab dazu Ihre Beweggründe für die Tätigkeit als Regionalmangerin bekannt.
Durch den ILE-Kulturraum Ampertal entstehen für die beteiligten Kommunen vielseitige Vorteile wie finanzielle Förderung, interkommunaler Austausch oder eine größere
und grenzübergreifende Gewichtung bei Maßnahmen und Projekten, zum Beispiel im Bereich Verkehr und Hochwasserschutz.
Ich wünsche Frau Nina Huber für Ihre künftige Tätigkeit zum Wohle der Ampertalgemeinden alles erdenklich Gute und viel Erfolg bei der Generierung und Umsetzung von vielen kleineren und vor allem auch größeren Projekten!

Nach über 11 Jahren wurde in der Sitzung vom 8. Oktober der Streit zwischen der Gemeinde Allershausen und dem damaligen Planer des „alten“ Hochbehälters in Schroßlach, dem Bauingenieurbüro Hilsenbeck GmbH, voraussichtlich abgeschlossen.
Vorausgegangen war dabei ein am 1. August vor dem Landgericht Landshut erarbeiteter Vergleichsvorschlag. Danach soll das Verfahren durch eine einmalige Zahlung in Höhe von 162.500,- € zu Gunsten der Gemeinde abgeschlossen werden.
Der Gemeinderat hat diesem Vergleichsvorschlag zugestimmt, obwohl die Gemeinde sich mit 70 % an den entstanden Kosten beteiligen müsste.
Was mich persönlich dabei allerdings stört ist die Tatsache, dass in diesen Kosten rund 48.000, € enthalten sind für ein Gutachten, das von einem vom Gericht bestellten Gutachter erstellt wurde, aber laut dem selben Gericht nicht verwertbar war!
Unabhängig davon bin ich über den Abschluss - sofern er überhaupt zustande kommt, denn die gegnerische Partei muss diesem Vergleichsvorschlag auch erstmal zustimmen - eigentlich recht froh,
denn nach vielen Verhandlungen in Landshut mit einer ganzen Reihe von wechselnden Richtern und nach der langen Zeitspanne sollte ein Ende her. Es ist auch zu befürchten,
dass bei einer Weiterführung des Klageverfahrens noch deutlich mehr Zeit vergehen wird und sich schließlich niemand mehr in der Materie auskennt.
Letztendlich kommt vielleicht für die Gemeinde nur ein „Titel ohne Mittel“ heraus.

Und in dieser Sitzung wurden auch endgültig „Nägel mit Köpfen“ in Sachen Bauleitplanung „Eggenberger Feld Süd“ gemacht.
Der Feststellungsbeschluss für die 12. Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan wurden vom Gemeinderat gefasst.
Wir, sowohl die Verwaltung als auch ich, werden alles tun, damit die Angelegenheit vorangetrieben wird.
Soweit für dieses Mal.

Ihr

Rupert Popp

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