Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
ein neues Jahr ist angebrochen und bietet uns die Möglichkeit, auf das Vergangene zurückzublicken und voller Vorfreude und Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Eisbahn
Eine erfreuliche Resonanz erreichte mich bezüglich unserer Eisbahn am Volksfestplatz. Diese begeisterte nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene. Ob beim Eisstockschießen, den Eisdiscos oder dem freien Lauf – es war schön zu sehen, wie Menschen unterschiedlichen Alters gemeinsame Momente der Fröhlichkeit und Unbeschwertheit hatten. Dieses positive Gefühl soll uns auch im neuen Jahr begleiten und ermutigen. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass die Eisbahn zu einem Ort der Gemeinschaft wurde.
Straßenbeleuchtung
Leider fällt die Straßenbeleuchtung in unserer Gemeinde bei einigen Straßen seit längerer Zeit aus.
Ich bin mir bewusst, wie ärgerlich dies für Sie als Anwohnerinnen und Anwohner ist. Wir haben dieses Problem mehrfach bei den Bayernwerken gemeldet, die für die Instandhaltung und Reparatur der Straßenbeleuchtung zuständig sind. Trotz wiederholter Intervention seitens der Gemeinde konnte immer noch nicht eine zufriedenstellende Lösung erzielt werden.
Es ist mir wichtig darauf hinzuweisen, dass die Gemeinde selbst nicht befugt ist, in die Technik der Straßenbeleuchtung einzugreifen und die Schäden zu beheben. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Geduld in dieser Angelegenheit.
Glonnbrücke Albert-Schweitzer-Straße
Nach eingehender Prüfung der aktuellen Lage hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 16. Januar 2024 beschlossen, die Pläne für die Glonnbrücke (Ausführung als befahrbare Straßenbrücke) an der Albert-Schweitzer-Straße zu überdenken.
Im Zuge eines Ortstermines mit den beteiligten Fachbehörden (Ingenieurbüro, Wasserwirtschaftsamt, Unteren Naturschutzbehörde) und Vertreter der Gemeinde Allershausen wurde im März 2023 beschlossen, die Brücke um 10 bis 15 Meter nach Westen zu verlegen, was eine zusätzliche Baugrunduntersuchung am neuen Standort erforderlich machte (die Allershausener Nachrichten haben berichtet).
Die Ergebnisse im Mai 2023 zeigten, dass das geplante Brückenbauwerk an diesem Standort realisierbar ist. Allerdings ergaben begleitende Hochwasserberechnungen, basierend auf der geplanten Verbundfertigteilträger-Konstruktion, erhebliche negative Auswirkungen auf den Wasserspiegel bei Hochwasserereignissen.
Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde die Möglichkeit einer Trogkonstruktion als Alternative geprüft. Die Hochwasserberechnungen für diese Variante zeigten, dass sie keine negativen Auswirkungen auf die angrenzenden Bereiche bei Hochwasserereignissen haben würde. Die Bauwerkskosten für beide Konstruktionen liegen ähnlich. Doch Ende 2023 stellte sich heraus, dass es bei laufenden Brückenbaumaßnahmen zu einer Kostensteigerung von etwa 40% im Vergleich zu den ursprünglichen Schätzungen kam (z.B. beim dem flußaufwärts liegenden in Bau befindlichen Brückenbauwerk in Schlipps).
Für das Brückenbauwerk an der Albert-Schweitzer-Straße bedeutete dies eine zusätzliche Belastung von etwa 600 Tausend Euro, was die Gesamtkosten auf rund 2,1 Millionen Euro erhöhte. Angesichts dieser finanziellen Herausforderungen beauftragte die Gemeinde ein Ingenieurbüro mit einer aktuellen Kostenschätzung für eine alternative Rad- und Fußwegbrücke in verschiedenen Materialvarianten.
Die präsentierten Kosten für die Rad- und Fußwegbrücke, die den Abbruch der Bestandsbrücke und notwendige Straßenbauarbeiten einschließen, belaufen sich auf etwa 860 Tausend bis 1,1 Millionen Euro. Nach eingehender Diskussion entschied der Gemeinderat am 16. Januar 2024, die Planungen für diese alternative Brücke weiterzuverfolgen.
Die Entscheidung, auf eine Rad- und Fußwegbrücke umzuschwenken, wird nicht nur die finanzielle Belastung mindern, sondern auch eine moderne und nachhaltige Lösung für die Glonnquerung bieten. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer dürfen gespannt sein, wie sich das Projekt in den kommenden Monaten entwickeln wird.
Ortsdurchfahrt Leonhardsbuch – Erneuerung der Kreisstraße FS6
Der Landkreis Freising plant die umfassende Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße FS 6 in Leonhardsbuch. Ursprünglich für das Jahr 2024 geplant, hat sich jedoch eine Verzögerung ergeben, die die Baumaßnahmen auf die Jahre 2025/2026 verschoben hat.
Seit Januar 2023 befindet sich die Gemeinde Allershausen in einem intensiven Austausch mit dem Landkreis und dem planenden Ingenieurbüro. Die Diskussion umfasste nicht nur die Straßenerneuerung, sondern auch die Schaffung eines Gehwegs, die Positionierung von Buswartehäuschen und die Sanierung der unterirdischen Infrastruktur (Wasser-, Abwasser- und Oberflächenwasserleitungen).
Die Herausforderung besteht insbesondere darin, dass die bestehende Infrastruktur in Leonhardsbuch und anderen Teilen der Gemeinde den heutigen Anforderungen nur bedingt entspricht. Um eine effektive Erneuerung der Ortsdurchfahrt sicher zu stellen, war schnell klar, dass die Sanierung der leitungstechnischen Infrastruktur und die Erneuerung der Straße gesondert auszuführen sind.
Daraus resultierte die Entscheidung, die Baumaßnahmen in zwei zeitlich getrennte Abschnitte aufzuteilen. Der erste Bauabschnitt, bestehend aus der Sanierung der leitungstechnischen Infrastruktur, sollte ursprünglich 2024 erfolgen. Der zweite Bauabschnitt, mit der eigentlichen Erneuerung der Straße, war für 2025 geplant.
Im Laufe des Jahres 2023 zeigte sich, dass nicht nur eine Sanierung, sondern eine vollständige Erneuerung der Wasser- und Oberflächenwasserleitungen notwendig ist. Während die Planung der Wasserleitung weniger komplex ist, gestaltet sich die Planung des Oberflächenwasserabflusses aufgrund wasserrechtlicher Genehmigungen als anspruchsvoller Prozess.
Die aktuelle Situation erfordert eine Überarbeitung der bestehenden wasserrechtlichen Genehmigungen, um den behördlichen Auflagen zu entsprechen. Die komplexe ingenieurtechnische Aufbereitung und die erforderliche Genehmigungsphase benötigen jedoch mehr Zeit als im Jahr 2023 verfügbar war.
Im Oktober 2023 einigten sich der Landkreis und die Gemeinde darauf, die geplanten Maßnahmen um ein Jahr zu verschieben. Somit ist der neue Ausführungszeitraum für die Erneuerung der leitungstechnischen Infrastruktur und der Ortsdurchfahrt nun für die Jahre 2025/2026 vorgesehen.
Die Verzögerung wird dazu beitragen, dass die umfassenden infrastrukturellen Verbesserungen in Leonhardsbuch gründlich und unter Berücksichtigung aller rechtlichen Bestimmungen durchgeführt werden können. Die Gemeinde Allershausen und der Landkreis Freising sind weiterhin bestrebt, die Lebensqualität für die Bürger durch diese bedeutenden Infrastrukturprojekte nachhaltig zu verbessern.


„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Johann Wolfgang von Goethe).
In diesem Sinne möchte ich Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, meine Grüße übermitteln und Ihnen Mut, Zuversicht und vor allem eine Prise Humor für das kommende Jahr wünschen.
Ihr Martin Vaas
Erster Bürgermeister

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