Aktuelles aus Allershausen

Der Bürgermeister informiert - Juli 2020

Liebe Allershausenerinnen und Allershausener,

ein guter Anlass, Wertschätzung auszudrücken, ist ein Jubiläum.
Die Allershausener Nachrichten können jetzt ihr 30-jähriges und damit ein ganz besonderes Jubiläum feiern.

Mit der „Volksfest-Ausgabe“ im Juli 1990 hat alles begonnen und im Juli 2020 erscheint nun die 30. Volksfestausgabe – leider ohne Volksfest, der Corona-Krise geschuldet.
Auf den folgenden Seiten kann man nachlesen, wie es angefangen hat mit den „AN“, die ersten Ausgaben entstanden sind und sich entwickelt haben zu der modernen, informativen Gemeindezeitung, die das Blatt jetzt ist.
Informationen aus der Gemeindeverwaltung waren immer schon ein Bestandteil der AN, die Rubrik „Der Bürgermeister informiert“ in seiner jetzigen Form hat mein Vorgänger, Rupert Popp, im Jahr 1996 eingeführt und ich möchte diese gute Tradition gerne weiterführen.
Ich freue mich immer, wenn ich die AN in meinem Briefkasten habe und nehme mir gerne die Zeit, sie ausführlich zu lesen. Im Übrigen gibt es auch viele „ehemalige“ Allershausener, die sich von Freunden oder Bekannten die AN in die neue Heimat schicken lassen oder sich online informieren.
Meinen herzlichen Dank für 30 Jahre AN und viel Erfolg für mindestens die nächsten 30 Jahre!

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 12.05.2020 wurde Manuel Mück (CSU) zum 2. Bürgermeister und Josef Lerchl (SPD) zum 3. Bürgermeister gewählt und vereidigt.
Ebenso wurden der Finanz- und der Rechnungsprüfungsausschuss besetzt und die Arbeitskreise Kinderbetreuung, Neue Ortsmitte, Aussegnungshalle und Stromnetz gebildet und besetzt.
Die Arbeitskreise Jugend und Schule, Ü60, Kultur, Agenda 21 sowie Verkehr und Gewerbe werden abgelöst durch die folgenden Beauftragten und Beiräte:
Kulturbeauftragter sowie Kulturbeirat
Seniorenbeauftragter sowie Seniorenbeirat
Jugendbeauftragter sowie Jugendbeirat
Beauftragter für Energie und Umwelt sowie Energie- und Umweltbeirat
Beauftragter für Verkehr und Gewerbe sowie Verkehrs- und Gewerbebeirat
Über die Besetzung der Beiräte im Einzelnen sowie die Bestellung der Beauftragten kann man sich auf der Homepage der Gemeinde unter „Rathaus – Arbeitskreise“ informieren.

Dieses Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr, das uns viel abverlangt, und einschränkt und auch vieles unmöglich macht. Dazu gehört auch das Volksfest 2020, welches Corona bedingt aufgrund des gesetzlichen Verbotes von Großveranstaltungen zum Leidwesen aller abgesagt werden musste.
Von der Volksfestgesellschaft wurden in der Sitzung vom 06.05.2020 auch Alternativen wie eine Verschiebung in den Herbst, ein „Volksfest-to-Go“ oder ein „Biergarten-Volksfest“ bewertet, leider mit negativem Ergebnis. Mit den zum obigen Sitzungszeitpunkt vorgegebenen Regelungen und Geboten seitens der Regierung konnte die Entscheidung nur so lauten, da ein Volksfest davon lebt, dass „die Leute zusammenkommen“ und nicht nach einem strengen Schutz- und Hygienekonzept voneinander Abstand halten müssen.
Sofern - und darauf hoffe ich sehr - sich die Lage bis zum Jahr 2021 wieder normalisiert, kann ich dann am 22. Juli 2021 zum ersten Mal verkünden: „O’zapft is“.

Nun zu einem Thema, das in den letzten Tagen bereits mehrfach von der Presse aufgegriffen wurde. Die Vollsperrung der Autobahnanschlussstelle Allershausen während der Sommerferien (ab dem 24.07. bis voraussichtlich 07.09.) sorgte bereits für viel Unmut bei so manchen Allershausener/innen.
Soviel vorab: Bereits im April 2019 wurden die damaligen Gemeinderäte in einer E-Mail meines Vorgängers Rupert Popp über die anstehende Vollsperrung informiert. Die Allershausener Bürger/innen habe ich in der letzten Ausgabe der AN unter „Der Bürgermeister informiert“ darüber in Kenntnis gesetzt.
Nachdem nun wiederholt der Ruf laut wurde, die Gemeinde solle sich für eine nur teilweise Sperrung der Anschlussstelle einsetzen, wurde am 25.06.2020 zu einem Ortstermin geladen, um Klarheit zu schaffen und die weitere Vorgehensweise festzulegen. Der Beirat „Verkehr und Gewerbe“ mit seinen Mitgliedern Manuel Mück (als Inhaber der Esso-Tankstelle persönlich von der Vollsperrung betroffen), Josef Lerchl, Andreas Glück, Beirats-Vize Christian Huber (als Hotelier ebenfalls einer der Betroffenen) sowie die übrigen Mitglieder Friedrich Moser, Max Raith, Christian Bail und Marcus Klose war vollständig anwesend.
Nach dem Termin war man einstimmig und fraktionsübergreifend dafür, die Maßnahme wie geplant durchzuziehen, denn dafür gibt es gute Gründe:
Wenn wir jetzt gegen die Vollsperrung angehen, dann wird lediglich die Brücke fertig gemacht. Wenn wir eine neue Autobahnbrücke, neue Wasserleitungen und ein saniertes Teilstück der Staatsstraße 2084 zwischen Mozartstraße und dem Kreisverkehr jenseits der A 9 wollen, müssen wir die Vollsperrung der Anschlussstelle in Kauf nehmen, denn der Zustand der Staatsstraße ist in dem Bereich so schlecht, dass dieser über kurz oder lang ohnehin gemacht werden muss.
Zudem liegen in der Straße 50 Jahre alte Asbest-Zement-Wasserleitungen, die man durchaus als „tickende Zeitbomben“ bezeichnen darf, denn da kann jederzeit ein Rohr brechen, so die Auskunft des Technischen Bauamtes.
Deshalb müssen wir also die Chance jetzt ergreifen, den Bereich rund um die Autobahnbrücke in sechs Wochen komplett auf Vordermann zu bringen. Der zeitliche Aufwand, wenn dies zu einem späteren Zeitpunkt separat angegangen würde, wäre erheblich umfangreicher, demnach mit deutlich mehr Einschränkungen und mit deutlich höheren Kosten verbunden.
Die Gemeinde Allershausen wird über Baufortschritte auf der Homepage informieren und seitens der Autobahndirektion sollen von Frau Katharina Holzapfel Umleitungskarten zur Verfügung gestellt werden, die wir ebenfalls veröffentlichen werden.

Zum Stand der Straßenbaumaßnahmen Kesselbodenstraße/Mühlenstraße:
Dort ist aktuell der Straßenbau in vollem Gange. Die östliche Fahrbahn ist bereits fertig gestellt und derzeit wird gerade die Westseite erneuert. Im Zuge des Umbaus wird in der Mühlenstraße außerdem eine neue MVV-Bushaltestelle „Oberallershausen, Mühlenstr.“ entstehen (Haltestelle auf Ostseite aktuell bereits fertiggestellt), die einseitig ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglicht.

Der MVV plant, die Haltestelle in Zukunft in einer höheren Taktung anzufahren. Eine Querungshilfe, geplant ist ein Zebrastreifen sowie die Änderung der Vorfahrtsregelung, im Kreuzungsbereich zur Kesselbodenstraße, wird die Situation für Fußgänger in der Mühlenstraße deutlich verbessern.

Die gesamte Straßenbaumaßnahme wird voraussichtlich im Sommer 2020 (Stand heute: August) abgeschlossen sein und die noch ausstehenden Pflanzarbeiten in der Kesselboden- und Mühlenstraße werden zur nächstmöglichen Pflanzzeit im Herbst 2020

Ich möchte an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle betroffenen Anlieger für deren Geduld aussprechen. Es ist auf Dauer anstrengend, von Baumaßnahmen und all seinen Einschränkungen und Auswirkungen wie beispielsweise Lärm, Dreck, Umwege usw. betroffen zu sein.
Gerade die Gewerbetreibenden bzw. das dort ansässige Restaurant wurde besonders hart getroffen, weil während der Bauzeit nur wenige Kunden den Weg über die Kesselbodenstraße genommen haben. Das wird sich hoffentlich bald wieder ändern.
Glücklicherweise ist irgendwann jede Baumaßnahme beendet.

Nun noch eine erfreuliche Nachricht. Die beiden Mitarbeiter unseres JUT haben sich sehr viel Mühe gemacht, um auch dieses Jahr ein – wenn auch reduziertes – Sommerferienprogramm für unsere Kinder und Jugendlichen in den Sommerferien auf die Beine zu stellen. Wegen der Corona-Situation werden dieses Jahr auch weniger Kinder mitmachen können als sonst. In diesem Jahr wird es KEIN gedrucktes Programmheft geben. Das Programm wird aus Zeitgründen voraussichtlich am 08.07. zum Download auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht, das Anmeldeformular und ggf. weitere wichtige Merkblätter zum Programm dann ab 17.07.
Die Anmeldung wird nicht persönlich vor Ort im Jugendtreff stattfinden, sondern ausschließlich per E-Mail geschehen. Die E-Mail-adresse dazu wird noch rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben.

Ebenso erfreulich ist, dass auch die Ferienbetreuung in den Sommerferien stattfinden kann, wenn auch in eingeschränkter Form, der Corona-Krise geschuldet. Die aktuellen Richtlinien hierfür wurden uns am 29.06. mitgeteilt und treten ab dem 01.07. in Kraft, so dass wir jetzt entsprechend planen können. Alle Informationen hierzu sind auf unserer Homepage zu finden.

All dies kann natürlich nur stattfinden, wenn die Corona-Situation sich nicht wieder verschärft.

Dann wünsche ich allen Bürger/innen schöne Sommer-, Ferien- oder Urlaubstage und bleiben Sie gesund.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Martin Vaas
Erster Bürgermeister

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